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Heute am 27.2.2026 will ich einen ersten Beitrag als Verleger in Linkedin posten. Plumpes passiert:

Die Lesemaschine von Linkedin sortiert das Wort "Disruption" als "falsch" ein. Die Zeilen werden auseinander gerissen. Die Zeilenbegrenzung auch in Linkedin normalisert das Netzwerk herab zu Twitter. Mein Text hat 5954 Zeichen. Bei 2858 Zeichen war Schluss für meinen Beitrag.

Ich frage extern die Gemini-KI und erhalte den weiterführenden Pfad: Finde auf deiner Linkedin-Startseite oben im Beitragsfeld - nur durch wildes Klicken mit "Versuch und Irrtum" wurde mir das schließlich gezeigt - den Artikel-Editor unter "Artikel schreiben". Ich muss meinen Text als Fließtext da hinein eingeben, sonst wird er unlesbar.

Ich soll ein Bild hinzufügen. Grinsend schnappe ich mir ein KI-Manga-Bild, schreibe aber drunter - weil ich im ganzen Artikel den Begriff "KI" mal zu vermeiden versuche - "Grafik im Manga-Stil von Chris Mennel". Das Bild wird automatisch flach beschnitten. Mein Text da drunter ist nicht mehr zu lesen.

Nun soll ich unabhängig von der Überschrift nochmal sagen, was ich denn mitteilen will. Ich merke, dass ich zum Marktschreier werden soll, und formuliere:

Wohin den Text schicken? Ich will Linkedin nur als externen Zeugen nutzen, dass ich heute am 27.2.2026 ein Statement zur KI verfasst habe. "Die Welt" zu informieren steht mir fern. Ich beschieße angesichts von Null Posting-Adressen, Mitglied in einer passend klingenden Gruppe zu werden:

Weil ich im Link-Rausch bin, frage ich auch noch (rechts im Bild) bei einer Influencer-Gruppe an :-) Dann wandere ich erschöpft weiter nach Facebook.

Einen Link nach Linkedin gibt es nun:

https://www.linkedin.com/pulse/die-angek%25C3%25BCndigte-revolution-ist-da-chris-mennel-kii0e

Den gleichen Artikel konnte ich mit nicht schmal gemachter Zeichnung bei Facebook platzieren. Danke, das war es an "Publikation nach außen". Ansonsten steht es halt hier, bei handhoch.de. Die Handungsimpulse, auf die ich im Text zusteuere, nehme ich mir selbst zu Herzen:

Mehreres trifft jetzt zusammen. Die angekündigte Revolution ist da. Sie übersteigt Erwartungen.

Die Situation spätestens im Februar 2026: Etwa 300.000 Menschen im deutschsprachigen Raum
sehen und kommunizieren eine Disruption, eine Umwälzung. Wegen der Schnelligkeit der
Abänderung bestehender Verhältnisse sieht der Rest bisher fast nichts.
Bei klassischen Monatszeitschriften z.B., wie sie derzeit noch und vielleicht weiterhin (aber
schneller layoutet) erscheinen, müssen sich die Redakteure mitten im Zusammenstellen und
Kommentieren der Ereignisse fragen, ob sie das nicht schon wieder abändern müssen.
Im Internet läuft das Dazulernen für mich über Youtube-Beiträge. Es gibt auch zugehörige
Foren, in die Menschen das gerade Ablaufende hineinschreiben und umverteilen. Es gibt derzeit
nebeneinander gefühlt hundert Software-Angebote, die zeitgleich Hochleistungen anbieten, in
die wir 300.000 "Sehende" uns gerade staunend hineinarbeiten. Vorbei an tausend kreischenden
Angeboten, die wir mieten und dann erst feststellen: Veraltet.
Die Entwickler und Anbieter hilfreicher Software schauen selbst verwundert und begeistert zu,
was ihre "Kinder" zu liefern imstande sind. Mit jedem Tag derzeit erschließen sich durch
diejenigen, die mit den aktuellen Software-Angeboten arbeiten, neue vorantreibende
Ausweitungen und Verknüpfungen.

Es geht darum, dass du als Mensch dich hinsetzt und fragst "Was will ich gerade in einem
bestimmten Handlungspfad?" Das formulierst du sprachlich oder auch bildlich. Du besprichst
dein Vorhaben mit einem Gegenüber. Dieser ist ein viel wissender, viel entlang an deinen
Angaben schnell recherchierender und sehr mit dir solidarischer, vorantreibender,
nachfragender Partner. Ihr beide gelangt im Gespräch zu passenden Software-Angeboten, mit
denen du dir beim Erreichen deines Handlungspfades helfen lassen kannst. Dein Gegenüber
bietet dir auch an, diese Software-Angebote auf deine Kosten zu beschaffen und für dich zu
betreiben. Dein Gegenüber ist im Prinzip die Zusammenfassung aller aktuell herbeiholbaren
Software-Angebote, der sie da hin gehend zu nutzen versuchst, dass du deinen Zielpfad
erreichst. Du bist nun umgeben von einer virtuellen Firma, die für dich das anstrebt, was du
als Ziel formulierst. Bei deinem Gegenüber handelt es sich um leistungsfähige Maschinen, die
Aufarbeitendes, Umarbeitendes und auf anregende Weise auch Kreatives für dich übernehmen. Die
Sonne geht auf.

Es ist eine Sonne mit Haken.

Dir wird erstens zugeschaut. Deine Zusammenarbeit mit der Maschine wird von externen
Maschinen gesammelt und mit allem verbunden: Mit Weiternutzen für andere Kunden. Mit dem, was
Externe über dich wissen mitsamt Folgerungen, wohin du zu sortieren bist. Du versuchst
deshalb, Teile deiner Arbeit möglichst bei dir zuhause zu lassen.


Zweitens wirst du zensiert. Die Bereitsteller der Software stellen hinter die Software, die für dich arbeitet, eine eigene Software, die das durchmustert, was dir geliefert wird. Und diese Software reicht Inhalte nicht weiter, wenn der Inhalt den Anforderungen der Bereitsteller widerspricht. Du suchst leise und nach Möglichkeit getarnt nach Partnern, die deine Wünsche ohne Zensur erfüllen.

Drittens wird versucht, dich an die Bereitsteller der Software zu binden und in eine stetig Geld zahlende Person umzuwandeln. Künstlich werden die Leistungen, die du erhältst, nach einiger Zeit schlechter gemacht, als sie sind, und du musst zahlen, damit du wieder nutzbare Leistung bekommst. Du versuchst, solchen Strategien zu entkommen und für dich hilfreiche Dauerleistung zu erreichen.

Viertens wachsen nebeneinander Diktatoren, Perverse, Verschwörer, Diebe und Trolle hinein in die neuen Angebote an die Menschheit. Das Böse jubelt. Wenn die derzeitigen Entscheider mit ihrem Halbwissen und mit undurchschaubaren Beratern dagegen anzugehen versuchen, geschieht das tollpatschig und erzeugt Folgeschäden. Die Welt bleibt verlogen, bedrohlich und traumatisierend für uns. Bauen wir dagegen an.

Fünftens gibt es Sabotage in der Verwaltung und Dilettantismus in der Bildung.
Wäre Verwaltungsarbeit energisch in Angriff genommen worden, wären Kontaktzeiten zu Kunden jetzt schon eine Pflicht für Verwaltende. Arbeit im Hintergrund könnten für Verwaltende auf ein Zehntel des bisherigen Aufwands geschrumpft werden. Die Verwaltenden erschweren ihre Umwidmung Richtung Menschenkontakt unklar lange noch mit Erfolg.
Jedem Schüler könnte heute das Mithören und Aufarbeiten von Unterricht sowie das Kommunizieren als Schüler im deutschen Sprachraum durch einen maschinellen Partner ermöglicht werden. Im Gewirr der Regulationen, im Ringen externer Geschäftsleute und in der Überlastung von Ausbildern bleibt das unklar lange lahmgelegt.

Sechstens werden Konsumenten überschwemmt mit Inhalten. Sie greifen bald nach ihrer Geburt nach Filtern, die die Schwemme zu sortieren versuchen. Diese Filter errichten kontrollierte Kokons um die Konsumenten. Ich habe Verständnis für Filter, um Heranwachsende in Schutzräumen lernen zu lassen. Aber ab der Volljährigkeit lautet die Botschaft: Verlasse bitte Kokons, die nicht eigentlich deine sind.

Siebtens wird Autoren, wird Lieferanten von Inhalten aller Art so viel Arbeit weggenommen, dass Auftraggeber versuchen, ohne sie ihre Ziele zu erreichen. Die Lieferanten fragen sich:
Wo habe ich noch zu tun? Und wie kann ich meine Auftraggeber überzeugen, dass ich bezahlenswert hilfreich bin? Die Märkte spalten sich auf:
- in Körperliches und Handwerkliches vor Ort. Das bleibt im Prinzip. Bei solchen Arbeitenden wird aber stetig versucht, dass sie ihre Leistung nicht direkt anbieten können. Überregionale Anbieter schalten sich dazwischen. Der Lohn an die vor Ort Arbeitenden soll gering bleiben.
- in von Maschinen Bereitgestelltes.
- und in Retro-Events: Spiel die Schallplatte noch einmal, Sam.

Habe ich es geschafft, im ganzen Text nie von "Künstlicher Intelligenz" zu reden? Ich wünsche
gute Weiterfahrt.

Chris Mennel, Zuffenhausen, 27.2.2026